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Hallo und Wilkommen,
auf meiner Website über Reussen in Siebenbürgen. Hauptsächlich geht es um mein Heimatdorf Reussen mit dem ich noch immer sehr verbunden bin.
Weitere Informationen über Reußen finden Sie hier: http://www.siebenbuergersachsen.de/reussen/ Dieter Lauer „Vorbild für den Bezirk“
Zehntes Heimattreffen in Reußen gefeiert
Wenn die Reußener feiern, ist es recht schwer für Außenstehende,
Schritt zu halten. Das war auch beim zehnten Treffen so, das am
vergangenen Wochenende stattgefunden hat. An zwei Tagen waren je ein
Gottesdienst im Angebot, eine Andacht auf dem Friedhof, ein gemeinsamer
Gang vom Haus des Initiators der Treffen bis zur Kirche und vieles
andere mehr.
Sinnigerweise hatten die Veranstalter den Gottesdienst
am Sonntag erst um 14 Uhr angesetzt. So konnten auch jene, die erst
Sonntag früh um 7 Uhr von der Party im Pfarrhaus nach Hause gefunden
hatten, dabei sein bei dem gemeinsamen Kirchgang vom Haus des rührigen
Organisators Andreas Hihn. Dass die Reußener Evangelischen zumindest so
eigenwillig sind wie ihr Kirchturm, der seit Jahrhunderten schief steht -
angeblich schiefer als der schiefe Turm in Pisa - bewiesen sie schon am
Samstag, indem sie um 10.30 Uhr zu einer in Theologenkreisen als
„unliturgisch“ geltenden Uhrzeit, zum Festgottesdienst einluden.
Mit Musik wurden alle schon am Samstag Morgen empfangen auf der
Terrasse des Pfarrhauses. Während draußen Wiedersehen gefeiert wurde,
herrschte in der Küche Geschäftigkeit. Sehr froh waren die Reußener über
den Besuch von Dechant Dietrich Galter, der sie auch in der Kirche aufs
Herzlichste begrüßte. Er sagte, es sei wichtig, dass sich Menschen
immer wieder begegnen, schließlich lebe die christliche Gemeinschaft von
der Begegnung, nur so könne das Wort Gottes aktualisiert weiter gegeben
werden. Der Dechant stellte auch Fragen in den Raum, die sich wohl alle
Anwesenden stellten: „Wie wird es sein? Was ist von uns gefordert?“
Eine Antwort fand Galter bei den jungen Reußenern, die in Tracht dem
Gottesdienst beiwohnten: „Sie sind unsere Zukunft. Was geben wir ihnen
mit? Glaube und Heimat, Heimat im weiteren Sinne. Dass euer
Heimattreffen mit einem Gottesdienst beginnt zeugt davon, dass ihr euch
aus dem Wort Gottes Kraft und Mut geben lassen wollt, um das Nötige zu
tun und auch manchmal etwas, was über den Horizont hinausgeht und
Zeichen setzt.“ Der Dechant bezeichnete die Reußener als „Vorbild für
unseren Hermannstädter Kirchenbezirk“. Was hier bewegt werde, strahle
und wirke weiter auf die Nachbargemeinden und die gesamte Evangelische
Kirche A. B. in Rumänien. Pfarrer Klaus Untch dankte u. a. Kuratorin
Katharina Banciu und Andreas Hihn für deren Einsatz.
In seinem in der Reußener sächsischen Mundart gehaltenen Grußwort
sprach Hihn seinen Wunsch aus, dies Treffen soll eine Gewohnheit werden
für jeden, der gerne kommt: „Alle sind herzlich willkommen“. Und wer
dabei sein durfte, kann nur bestätigen: In Reußen werden
Gastfreundschaft und fröhliches Feiern groß geschrieben.
Beatrice UNGAR Bericht aus
der Hermannstaedter Zeitung Ausgabe Nr. 2195 / 13.08. 2010

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